🍭 𝕄𝕚𝕒𝕞𝕚 ℝ𝕠𝕝𝕝𝕖𝕣 𝔻𝕠𝕝𝕝*


A summer girl dairy 7 sept 
How i am? 
A girl with dreams. somewhere in the world, which smells like gasoline and the big freedom.



Um ihren Hals hängen große mintfarbene Kopfhörer. Ihr Walkman quält das Tonband durch die Spur. Klingt wie aus den 90igern, was sie hört. Nur der Bass dringt nach außen an die frische, warme Luft. 
Die Haare tanzen mit dem Wind eine Note Zimt schwingt durch die Luft und umkreist sie. Die Colaflasche in der Hand bricht das Licht und streichelt den Asphalt hinweg über die Streifen des Überwegs. Zwischen ihren Lippen steckt ein Lutscher. Einer von denen, die sie als Kind schon hatte. Zucker, der den Verstand verrückt macht. In der Glasflasche perlt derweil die Kohlensäure an die frische Luft.
Eigentlich läuft sie nicht, sie rollt, liegt wohl daran, dass sie ihre Welt auf Rollenschuhen entdeckt. Mädchen, wie sie, frech und frei.
Wo wohl ihr Ziel liegen mag?
Sie läuft in eine Straße, von hier aus wird die Stadt ruhiger. Die Menschen weniger - bis sie an Maschendrahtzäunen sich alleine zwischen Aluminium verkleideten Fassaden und abgenutzten Straßen wiederfindet. Staubtrocken an diesem Tag. Nicht optimal fürs Rollen, aber der Chill hier, was sie sucht.
Die Umgebung wird suburban. Nur noch Industriehallen, die im Sand vor sich her vegetieren. Rost ansetzen und Sand in sich spülen.
Die Straße endet hier. Im Nirgendwo. Zeigt direkt auf eine alte Tankstelle, doch genutzt wird sie schon lange nicht mehr.
Die Welt hier einfach stehen geblieben. Ungeliebt zurück gelassen, doch sie scheint fasziniert davon. Entdeckt in jeder Ecke ein Stück neue Träume für sich. Ein neuer Ort zum lieben.
Wenn die Sonne tief steht über der Straße hinter hier, schmeißen die alten Aluminium-Trailer einen riesigen goldnen Regenbogen über das Grau der Straße. Fast geblendet muss sie die Hand vor das Gesicht halten, um das Gleichgewicht im Taumel des Lichtes nicht zu verlieren.
Alles wirkt hier wie eine verlassende Metallinsel inmitten von Sand und amerikanischer Luft.
Dieser Ort in Miami schmeckt zum ersten Mal wirklich nach bunten Zuckerpillen und Eiscreme, so wie sie es immer spüren wollte.
In den Rinnen steht das Wasser, zeichnet verwirbelte Lichtstreifen auf den Beton bis zum Abfluss, an denen sie vorbei rollt. Sie kommt der kleinen Stadt aus Trailer und zerfetzten Plastikstreifen näher. High von ihren Zuckerpillen und der Freude ihren Ort zwischen den Trailern, Palmen und Sand zureichen, baut sich ihre eigenen kleine Welt auf. Als die Reflexion die Sicht frei gibt auf eine in sandfarbene verblasste lila Gasstation.
Der sauere Geschmack von verseuchtem Gasoline macht sich über diesem Ort breit, doch das stört sie nicht. Sie genießt das hinab rollen zum überdachten Gedanke der Freiheit zwischen den Säulen, an denen ehemals Metallkolosse ihren bitteren Alkohol bekamen. Ein wenig wie Gin, dachte sie.
Die Cola leer, stellt sie sie neben sich auf den verkratzen Bordstein. Sich vor der Einkaufskabine der Tankstelle niedergelassen, die Knie an sich ran gezogen, lauscht sie der Musik aus ihren Kopfhörern. Kaut nur noch auf dem Stil des Lollis herum. Das goldene Licht der untergehenden Sonne streift ihre Beine und verursacht ihr eine wohlige Gänsehaut.
Mit den bunten Rollen an ihren Füßen springt sie auf. Geht zur ehemaligen Waschanlage des zweckentfremdeten Ortes und öffnet das Rolltor mit den vergilbten Plastikglasscheiben. Zum Vorschein kommen 4 riesig rote Heckleuchten. An dem schimmernden Lack vorbei zwängt sie sich zum vorderen Teil des Metallriesen, öffnet die Tür und löst die Handbremse. Mit einem Lächeln auf den
Lippen setzt sich das Auto lautlos in Bewegung und rollt ein Stück die Anfahrt zur Waschstraße hinab und bleibt in der Kuhle zwischen Tanksäulen und Tankwarthäuschen einfach stehen.
Und da steht es. Ein Bolide an Auto. Blau, wie der Himmel. Die Sonne färbt die Kanten Orangen. Das Chrom wirft den sandfarbenen Rauch in der Luft zurück und fährt wie Lichtblitze durch die Szenerie.
Ungeachtet wirft sie den Walkman und ihre Kopfhörer in das Innere und sie verschwinden im Schwarz. Mit einem sanften Hineinbeugen in den Koloss beginnt plötzlich laut Musik zu spielen. Töne die ihre ein verspieltes Lächeln aufs Gesicht zaubern und sie rollt los und beginnt zu tanzen. Zwischen dem alten Gasoline in den Schläuchen der Zapfsäulen und dem Dach unter dem heraus geschlagene Leuchtstoffröhren hängen und immer noch flimmern, als wollten sie nicht wahr haben, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Aber vielleicht doch diesen Abend einmal wieder?

She is a rolldollgirl in nowhere and freedom.

























































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