Plusquamperfekt.

Aus Erinnerung und Geschichte die zukünftige Vergangenheit machen.



Was für eine Atmosphäre das war. Der Regen benetzte deinen Lack. Tauchte das ozeanblau in einen grauen Schleicher. Ließ dich verblassen. Impfte dich mit Melancholie. Ich versuchte meine Erinnerung, meine Fantasie mit deinen Farben zu vermischen. Deinen Farben von Freiheit und Lust.
Mit mir dem Porzellan Mädchen. In ihrer Fantasie hinaus in die Welt. Mit einem Stück amerikanischen Traum zurückgekehrt. Fühle mich in meiner Kunstwelt wie eine Gypsy. Eine, von indianischen Geschichte deines Namens Pontiac’s fasziniert, weiß ich doch nichts von dir und geselle mich stattdessen, als eine amerikanische Kindheitsversion von mir, zu dir. Mit einem Stück Kindheit in der Hand. Schmecke den Zucker und spüre wie er mich aufgeregt macht mit dir diese Bilder einzufangen. Dich als Abbild einer Lebensphilosophie der 60iger und mir dem Mädchen auf Rollschuhen und einem Lolli in der Hand aus den 90igern. (Blogstory soon)
Für mich funktioniert das. Genauso wie du mir diese Lust bereitest mit dir die Erinnerungen zu konservieren und diese Geschichten schenkst. Wie Yva West in einer Prismenwelt gleichzeitig in 60iger und 90igern dich wohl finden würde in Iowa. (𝖄𝖛𝖆 𝖂𝖊𝖘𝖙.)
Ich wusste immer, dass ich Altmetall wollte. Wusste aber nicht, dass ich dich wollte. Und jetzt höre ich deine raue Stimme, wie sie jedes Mal flüstert, wenn es auf eine neue Reise zu neuen Ideen geht „Cross my heart and hope to die“. Wir sind eins geworden.
Und wenn ich sogar nachts von dir träume, muss ich weinen, wenn ich jedes Mal glaube, der Traum wäre echt.
Die Melancholie des Regens steht dir gut. So wie ich es liebe, dich an meiner Seite als Umherreisende mitzunehmen. Natürlich bist du eine Mischung aus Vinyl, Metall und Leder. Aber ich glaube in dir, Gin, liegt die Unvernunft und Rauheit eines Mannes, der niemals auf mich gewartet hätte, aber als wir uns fanden, mir versprachst, deine Versprechen an dich mit mir zu teilen. Freiheit, als das bunteste aller Gefühle. Und ich darf ich sein. Irgendeine zuckerüberladene Version meiner Kindheitserinnerungen. Und es passt trotzdem immer wieder zusammen. Eine vernünftige Bestie mit zu viel Rauheit und Power unter der Motorhaube.
Wenn du willst kannst du verrückt sein. Doch du passt lieber auf unsere Erinnerungen auf.
Und wenn alles geht, weiß ich, dass du bleibst. Auch wenn du mir die Tränen in die Augen treiben wirst. Ist alles was ich seit dem du bei mir bist, erlebe in deinem verblichen Lack konserviert.
Ich frage mich manchmal, was du alles erlebt hast. Du bist immerhin über 50 Jahre alt. Aber weil du wohl stumm deine Geschichte tragen wirst, versuche ich meine mit dir genauso stark werden zu lassen, wie die letzten 50 Jahre - ich halb so alt wie du.
Du schmeckst für mich sogar nach Lust. Nach der Lust am Leben. Ich spüre diese Anziehung zwischen den Welten. Und die Kunst erlaubt es mir, diese sichtbar zu machen. Das, was ich fühle, mit dir zu übersetzen. Und hin und wieder frech zu beweisen, dass dir die 90iger ebenfalls gut stehen. Mit mir im Regen und dem Lolli in deiner Antennen Halterung und einem Penny Board in deinem Kofferraum. Oder als verrücktes UFO auf dem Mond. (HIGH AS FUCK. 🌙)
Schmeckst nach bunten mint- und pinkfarbenen Softeis, wenn du dich an mich schmiegst. Erschaffst mit mir die Illusion einer sexuellen Fantasie mit der Unschuld der Idee und des Zusammenspiels meines Körpers mit deiner Patina und aufregenden Form. Mit deinem ruhenden Charakter und der Weisheit deiner Jahre. Alles, was du bist und mir versprichst, lässt jedes Mal mein Herz rasen.


Darf ich dir von meiner neusten Idee unseren Abenteuers erzählen. Von der Mischung meiner letzten Erinnerung der Realität mit dir im Zentrum der Musik, die mich high machte?
Ich möchte nicht feststellen, dass die Welt nicht die Farben trägt, die ich ihr injiziere. Möchte weiterhin den Lack des blauen Wagens mit dieser Rauheit schmecken, die meine Zunge taub werden lässt. Mit ihm den letzten Atemzug zwischen dem Vinyl spüren und teilen. Am High werden ersticken.
Zwischen dem Land seiner Herkunft und meiner wilden Gedanken, wie die Indianer auf der Lauer legen und Maul auf den Pfeil halten. Wartend. Auf neue Abenteuer. Rollend auf einsamen Straßen. Zucker, der den Verstand wild macht. Aus voll Inbrunst der Freiheit huldigen. Um den Wagen tanzen mit lila Wolken in den Augen. Die Stimmen der Geschichten wach und stark genug mit mir Baden zu gehen zu verwaschen und beim Tanz neu zu verglühen. Je mehr wie in Ekstase verfallen, desto bunter werden sie. Fühlen den Bass durch den Körper rauschen und die Melodie die Sinne berauschend. Die Haare wild im Gesicht hängend. Das Lächeln uns abhängig macht. Auf der Euphorie endlose Ritte in die nächsten Abenteuer machen. Einsam wie ein Gypsy. Hörst du die Melodie aus meinem Herzen, die so viele Stimmen hinauf beschwört, dass eine ganze Welt darin Platz findet? Tanzt mit mir, Freiheit. Spiel mit mir, meine heiß geliebte Freiheit. Mach dich rar, um mir dann den nächsten verrücktesten Kuss zu geben, den ich je erlebt hab. Mit den Gedanken versinken. Im Staub der Wahrheit. Die Realität zu verzerren und neu auszurollen. Aus Zucker Ekstase zu machen. Eine Droge für die Nacht zwischen den Boxen und dem alten Metall.
Frag mich doch mal, was mir Befriedigung verschafft.
Frag mich mal, welches Gefühl diese Farbe erzeugt und dann beweise mir, dass es noch bunter geht. Mit dem Rücken angelehnt. Gegen das innere Brummen der rauen Stimme aus den gigantischen Boxen. Das Drücken der Töne im Körper. Die Tränen in den Augen, die dem Vibrieren nicht standhalten können.
- Nur du und ich liebe Freiheit. Nur du und ich und diese ganzen Farben. -
Leck an diese Farben, die durch den Nebel schwingen. Streich sie mir auf die Haut und vergrab dich darin. Sei mutig und echt.
Lass sie tanzen, die Lust, wie die Krieger der alten Welt. Ums Feuer des stöhnenden Pontiac’s. Sich erinnern, als wären es ihre eigenen Erinnerungen. Ihre Momente, echt wie die des Lackes. Der Frau in ihr. Yva. Der Figur mit dieser tief verbundenen Geschichte. Diesem Abenteuer. Dem Great Spirit folgend bis zum Ende der Welt und darüber hinaus. Los jetzt in den Wagen, den Motor starten und endgültig frei sein. Indianer des neuen Lebens sein.


Abenteuer fangen im Kopf an und man muss nur verrückt genug sein, sie wahr werden zu lassen. 

Beitrag zur Blogparade Abenteuer.



5 Kommentare :

  1. Interessante Geschichte! Bisschen schwer reinzukommen finde ich. Die Bidler sind aber mal richtig cool, vielleicht etwas zu viele, weniger würde glaube ich reizvoller sein.

    LG aus Norwegen
    Ina

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  2. Ich bin begeistert von deinem Blog. Viele sehr ansprechende Themen und Artikel. Mach weiter so!

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  3. Endlich einmal ein anderer Blog! Interessante Fotos und Texte die zum Denken anregen. Gerne gelesen!

    Schönen Abend!
    lg
    Verena von www.avaganza.com

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  4. eine tolle Geschichte, die du hier wieder bebildert hat - ich bin immer wieder so erstaunt wie viel Tiefe sich in deinen Fotos findet :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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  5. Super Text und tolle Bilder! Der Leser wird direkt abgeholt in eine andere Welt ;)

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