THE VOID. ☾

Wo enden wir, wenn wir uns in der Fantasie verlieren?




Zu später Stunde auf den Treppen hockend und die Wände vor uns anstarren. Kälte zwischen den Fingern. Regen, der in den Stein sickert und daran hinab rollt. Die Luft zäh, zum Zerschneiden gespannt. Dazwischen aufgehängt die Gedanken zum Trocknen. Umspült mit der Vergangenheit. Süßlich der Geruch, aufgeweicht durch den Zucker aus den Wänden. Der Versuch daran zu lecken, wenn die Sonnenstrahlen daraus Realität machen. Gefühle darin vibrierend. 
Das Metall glänzt wie Milchglas im gleißenden Morgenlicht. Lässt sich streicheln von der Melancholie. 
Säuselnd vom Wind krümelt Sand durch die Ritzen. Hitze bringt er mit. Umarmt die Struktur der Metall-Stein-Symphonie. Lässt sich verwaschen wie Farbe aus Papier. Verschluckt vom Boden sucht der Sandsturm seine Tiefe umhüllt die kalten Hände. Erfasst sie und kehrt sie um. Von Schatten zu Licht. Von Kälte zu Hitze zwischen den Lippen. Tränen auf der Zunge, der Geschmack von Zeit sickert in den Körper. 
Wie wäre es mit Schwarz-Weiß? Mit Schwarz in Weiß und Grau wie Tauben. Und Purpur in den Händen. Und Gift im Herzen. Die Bäuche voll Sand und purem Leben. Euphorie. 
Die Hände zittern. Greifen das Lenkrad. Doch wohin? Von hier nach oben und dann rollen. Im Kreis. Hinab. Echt werden durch die Bewegung. Die Vergangenheit zwischen die Gedanken geknüpft raschelnd hinter sich herziehend. Hin und wieder ein Stück der Wahrheit dabei verlierend.
Irgendwie ja auch Genuss dieses hinauf zu schrauben des Lichts, die Gedanken darin reflektierend. 
Die Berührung der Morrokide lässt Träume erwachsen. Gelbe Markierung auf grauem Asphalt. Lass noch eine Runde drehen, um noch mehr von dieser Realität zu sehen. Vor sich hinsteuern, den Tränen freien Lauf und hinterher.
Also wohin mit der Fantasie? Behalten oder nutzen? An der Realität aufreiben und bunt machen. Aus Geschichten Erinnerungen, die mit uns im tauben Grau baden gehen.






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