ハイパーリアリズム

HYPERREALISMUS



Grundgedanke des Hyperrealismus / Superrealismus:
Hyperrealismus veranschaulicht die Wirklichkeit mit einer überzogenen Echtheit.
Quelle: http://schoenhaesslich.de/tag/hyperrealistisch/

Das Flimmern, es wirkt so unkontrolliert. Frei irgendwie und wie es so durch die Finger gleitet, dass Licht, sieht man die verschiedenen Farben des Elektronenleuchten, was sich in der Röhre bricht. Schieben sich so schnell über das gewölbte Glas, das die Farben sofort vergessen sind. Das Starren auf das Zittern darin hypnotisierend. Wie Neon im Glas. Neonreklamen. Wie Fliegen tummelten wir uns nachts um diese Kästen, jeder für sich allein in seinem Zimmer. Gefühlt jedes Stückchen Welt da draußen erklommen und doch nichts gesehen. Ein gemeinsames Gefühl. Wir entdeckten die 2D-Welt und doch ganz einsam. 
Lass es uns versuchen uns zu mischen. Diese halbanalogen Erinnerungen und die verblasste Wahrheit. Wie süß das Rosa der Kirschblüten wirklich schmeckt? Vielleicht ist es auch nur Zuckerwatte. Vielleicht ist alles auch nur eine süße Erinnerung. Einen Illusion der Wirklichkeit. Gehirne abschalten. Jetzt. Farben existieren lassen. Schmeiß das Neon über diese Blüten. Lass schauen, was daraus entsteht. Zwischen Wirklichkeit und Illusion. 
Kinderaugen, die auf Pixel starrten auf 2D und doch funktionierte es. Die Köpfe lebten in diesen Welten. Inspiriert durch die Echte. Verblasst und neu erschaffen und verklebt mit der Vergangenheit.


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Aus der Malerei adaptiert ist die Denkweise der Kunst und Malerei ebenso auf die Fotografie anwendbar. Vor allem dann, wenn man die Fotografie als Kunst betrachtet. Auf den ersten Blick scheinen gemalte Bilder und Zeichnung wenig mit dem digitalen Bild gemeinsam zu haben. 
Logisch. Man betrachtet nur das Endergebnis. Bei jedem künstlerischen Werk gibt es eine Reihe an Punkten, die man durchläuft, ehe man das Ergebnis erhält.
Grob betrachtet findet man zu Anfang die Ideenfindung, das Brainstorming oder die Inspiration. Durch diesen ersten Schritt wird an diesem Zeitpunkt die eigentliche Idee zum Bild entwickelt.
Das können eine Geschichte sein, eine Erfahrung, Erinnerung, Begegnung, in allem kann man Inspiration finden.
Von dort aus beginnt man mit der konkreten Ausarbeitung der Idee. Mal ist es die schriftliche Notiz, die wie ein Bauplan funktioniert und lesbar ist oder es ist eine Skizze, aber auch die technische Erarbeitung der Randbedingungen modulieren eine Idee. Bisweilen wird dieser Punkt übersprungen, was einer spontan Arbeitsweise nicht unüblich ist. Dann aber in vollem Bewusstsein, die Idee während der Entstehung auf sich wirken zu lassen.
Und dann kommt es zur Umsetzung. Zwei Faktoren beeinflussen diese. Zum ersten welches Medium wähle ich. Das ist in der Malerei sogar vielfältiger als in der Fotografie möglich.
In der digitalen Fotografie beschränkt man sich auf den Digitalen Sensor, der mit der Belichtung die Realität in 0 und 1 speichert, möglich macht es ein Aufbau von Linsen, die das Licht auf diesen gebündelt werfen. Ersetzbar ist der digitalen Sensors auch durch eine Filmrolle, bei der die Belichtung eines Materials, dass auf Licht reagiert, die Realität abbildet. Bei denen ist der Stil Mittel der Wahl. Verschiedene Belichtungsempfindlichkeit = verschiedene Ergebnissen. Erweiterbar ist es über die Art der Entwicklung - Chemie, Kaffee, Milch oder Orangensaft. Vielleicht auch Benzin.
In der Kunst ist es möglich sich verschiedenen Materialien zu bedienen. Von Leinwänden über Papier, Holz oder Stein. Hier sind schier keine Grenzen gesetzt. Dazu kommt die Wahl der Farbe oder das Material und dem Werkzeug dieses auf sein Medium zu bekommen.
Durch diese ganzen Entscheidungen führen die Ideen zu einem Ergebnis.
Der einzige Unterschied zwischen Kunst und Fotografie stellt das Medium da, wie die Idee umgesetzt wird und mit welchen Mittel das Ergebnis entsteht. Aber die Idee, Kunst zu betreiben und als Ergebnis darin einen Gedanken zu verankern, ist dieselbe. Sogar in der Kunst selbst ändern sich die zuvor genannten Punkte ständig, vom Maler zum Bildhauer beispielsweise.
Die eigentliche Idee als wichtigsten Anker zu betrachten und nicht nur das Ergebnis halte ich für zwingend notwendig. Hierbei ist es nebensächlich die gleiche Meinung und dieselben Gedanken wie der Künstler über das Werk zu haben, es ist wichtig das Werk als Ganzes mit seiner Idee, die Art der Entstehung und dem Ergebnis zu betrachten. Erst dann wird das Werk vollkommen.
Also wenn man in der Kunst die detailgenaue fotografische Darstellung anstrebt, wieso findet man für die Fotografie nicht ebenso eine Darstellung, die darüber hinausgeht und somit im Grundgedanken den Hyperrealismus beschreibt?
Insofern halte ich es sogar für nötig die Fotografie nicht nur im Hyperrealismus als ein eigenes Kunstfeld einzuräumen, sondern auch in allen anderen Darstellungen. Die Fotografie als Form der Kunst zu betrachten, in der eine hyperrealistische Darstellung am Maßstab der Fotografie möglich ist. Die Fotografie als Level 0 zu betrachten.
Die Möglichkeiten, die uns die Technik mitsamt der Tradition bieten, sind größer denn je. Man wäre verrückt diese nicht zu nutzen.


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Also wenn man in der Kunst die detailgenaue fotografische Darstellung anstrebt, wieso findet man für die Fotografie nicht ebenso ein Darstellung, die darüber hinausgeht und somit im Grundgedanken den Hyperrealismus beschreibt?
Von dieser Frage ausgehend erhält man auf die Fotografie eine neue Perspektive.
Meine Weise mit der Fotografie um zu gehen besteht in groben Zügen darin.
Erst einmal musste ich lernen, dass man schon irgendwie ein Abbild der Realität erschafft, aber niemals 100% der Wahrheit auf einem Bild abbilden kann, das liegt an den Verzerrungen der Linsen, der Umwandlung der 3D-Welt auf eine 2D-Oberfläche und das Unvermögen, dass Kamera eben nicht wie ein Auge und ein Gehirn in einer Einheit funktionieren. Eine Kamera kann nichts in ein Bild hinein interpretieren nur durch seine physikalischen Aufbau verzerren. Als ich das begriff, da fotografierte ich schon einige Jahre. Habe schon als kleines Kind mit einer analogem Kamera die Welt entdeckt. Doch erst in den Jahren, bei denen eine nachträgliche Veränderung der Bilder üblich wurde, ist es mir klar geworden, dass es diese vermeintliche Wahrheit der Realität sehr dehnbar und flexibel ist auf Bildern. Nicht nur das bewusste bearbeiten ist der Anfang, sondern viel mehr jede Kamera verändert schon von sich aus das Bild, sofern man sich nicht bewusst dagegen entscheidet und einige Einstellungen vornimmt.
Da kam mir in den Sinn mich bewusster mit der Veränderung zu befassen und entdeckt eine neue Welt. Von Minimalismus bis Übertreibung spielte ich mit verschiedenen Formen und Arten der Bearbeitung. Und fand für mich eine Art, die meine Gefühle intensivierte, die ich auf den Fotos einzufangen versuchte. Dabei schaffte ich das viel öfters in NonHuman-Abbildungen, die durch Farben formen und Perspektiven mein Gefühl widerspiegelten. Bündelte Gedanken und setze sie um. Schon in dem Bewusstsein einer leisen Ahnung, wie es mit meinen ganz eigenen „Filtern“ im Kopf aussehen würden. Nicht nur der Fotografie geschuldet, sondern auch meiner angeboren Snyästhesie (Link). Hier gilt es nun die Vorstellung umzusetzen. Meine eigenen Geschichten und Gedanken von 3D auf 2D zu pressen. Zu trocken und zu konservieren damit. Diese Geschichten sichtbar zu machen, bedeutet für mich die Realität als Abbildung zu verstärken. Meine Veränderung ist also eine bewusste Verstärkung der Realität. An dieser Stelle sehe ich die Definition des Hyperrealismus in der Kunst übertragbar in die Fotografie. Die Wirklichkeit abzubilden und mit einer überzogenen Echtheit zu versehen. Eine Verformung der Wirklichkeit entlang der Realität, jedoch intensiver als das Original.
Das ist es! Ein Gefühl zu erzeugen. Meine Kunst ein synthetisches Gefühl aus Kindheit, Erinnerungen und Fantasie wieder zu verleihen.
Dieses als Grundsatz zunehmen und zu erweitern. Mit Erinnerungen zu bestücken und mit Illusion zu ergänzen. Ich nenne es VHS. Es bezeichnet meine Gedanken und Gefühle, aufgrund meiner Prägung und psychologischen Genetik.


V aporwave
H yperrealismus
S ynästhesie





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