ℭ𝔲𝔯𝔦𝔬𝔲𝔰 𝔐𝔦𝔫𝔡


Summer in the hills

Those hazy days I do remember

We were running still
Had the whole world at our feet
Watching seasons change
Our roads were lined with adventure
Mountains in the way
Couldn't keep us from the sea
Here we stand open arms
This is home where we are
Ever strong in the world that we made
I still hear you in the breeze
See your shadows in the trees
Holding on, memories never change


Ich starre auf die tanzenden Punkte an der Wand. Sie kitzeln ein Bild von uns. Das Glas lacht über die Wärme. Der Wind klopft gegen die Fenster. Lässt die Jalousien zappeln. Kurios irgendwie. Wünschte, dass das Bild da an der Wand echt wäre. Lebendig. 

Aber im Grunde bin ich allein, egal wie nah du mir bist. Lebe wie eine Süchtige von unseren Momenten. Doch wenn wir uns so gegenüber sitzen, die Leuchtpunkte auf deinem Gesicht hin und her springen, wie nah du mir bist, deine Hand umschließt meine, doch dein Herz… - es stockt, wenn es um das Gefühl geht. Es ist still, rast, stolpert und bleibt sprachlos. Meins dagegen schlägt mir bis zum Hals. Lässt all die Euphorie meinen Körper überschwemmen. Wie eine getrocknete Blume, die wieder Wasser erlangt. 

Wenn ich wüsste, wir könnten noch zig erste Mal erleben, würde ich alles stehen und liegen lassen. 
Doch wir sitzen nur hier, streicheln unsere Seelen mit immer denselben Worten, doch verstehen uns nicht, spüren uns nicht mehr bewusst. 
Sitzen hier. Mehr nicht. 
Pusten nur noch den Staub von dem Strauß aus alten Sommerblumen. Längst vollständig getrocknet und verblast. Deren Honig versickert in unserer Haut. Unsere Lippen sind spröde von ihnen. Haben vergessen, wie die Farben unter den Hüllen sind, wenn Sonne und Wasser sie zu sprengen drohen. 
Wie konnten wir nur vergessen, wie es sich angefühlt hat? Wollten wir mehr als uns zustand? Oder wollten wir zu früh etwas, was erst langsam wachsen muss? - Wie dieser Blumenstrauß, da auf der Fensterbank. 
Ich höre Musik, um mich zu erinnern, schaue Fotos an, um immer wieder unsere konservierten Momente in mich sickern zu lassen. Was tust du? Spielst du immer noch mit den Gedanken Fange auf den Dächern, auf denen wir zur Ruhe kamen? 
Du bist auf Reisen gegangen, doch ohne Rucksack, in dem die Bilder, Gefühle und Gedanken auf den nächsten Auftritt warten. Hast du alles hier gelassen. Und nun verrottet es. Wieso? Waren sie dir zu schwer? 
Meine Hand wolltest du nehmen, wir gingen dieses Stück zusammen, aber wir verloren uns. Nicht körperlich, wir vergaßen einfach unsere Gedanken zwischen uns. Warfen sie ab. 
Und jetzt, wo ich hier sitze, gedanklich allein, auch wenn du körperlich anwesend bist, merke ich, dass du längst meine Hand los gelassen hast. Weil du den Weg nicht kanntest? Die Gedanken machen dir Angst oder? 
Komm mit. Nimm meine Hand, ich möchte dir was zeigen. 
Die Lichter, die da so tanzen und kleine Regenbogen an die Wand schmeißen, das sind kleine Welten und von denen kannst du dir eine raussuchen, die zu deinem Herzen passt. 
Schau mal dadurch, durch die Löcher im Plastik am Fenster. Durch die Farben. Siehst du sie dieses schwirrende Licht? Und wenn du es fängst und dir bewusst wirst, kannst du in diesen glühenden Welten alles finden. Finden, wonach du suchst und dir bewusst werden. Und dann wirst du sehen, diese Welten passen irgendwie übereinander. Ähneln sich und zusammen machen sie sich bunter. Tiefer. Realer, echter. Unsere - deine und meine. 
Mein Herz hat deine Welt, hast du, schon so kunterbunt gemacht. 
Schmeckst du das nicht, wenn du meine Lippen küsst? 
So kunterbunt, wie sie ist? 
Daher kann ich warten. Hier auf dem Bett mit den tanzenden Lichtern an der Wand, meine Geschichten erzählen, unsere. Und neben die Sommerblumen auf der Fensterbank zum trocken legen. 
Ich vertraue uns, das wir sie wieder zurück zum Leben erwecken. Es wird uns viel Mut kosten, Kraft und Gedanken. Doch wir wachsen, gewinnen an Vertrauen. 
Also was kostet die Welt, wenn wir unserer Glück teilen.



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