FUCK HYPERGOD. ◈

MINDFUCK.




Der Rauch deiner Zigarette umhüllte deine Finger. Zieht um deine Hand und steckt lässig zwischen ihnen. Glimmt hin und wieder, wenn du daran ziehst, um ihr den Stoff zu entlocken, der dich ruhiger macht. Das Grau des Rauches kraucht über deine Lippen, wenn du deine Welt hinaus atmest. Könnte es sein, dass dir die Welt genauso schwer wird wie mir, wenn Rauch die Lungen zusammenpresst?Wenn du beginnst zu reden, erfasst mich das Raue in deiner Stimme. Es macht mich melancholisch, treibe plötzlich in unserer gemeinsamen Welt. 

Dein Bart verwirbelt die Schwaden und bringt sie durcheinander, lässt verzerrte Muster entstehen, wenn er so aus deinem Mund kraucht. 
Atmest du die Halluzinationen so gern wie ich in deinen Körper? Versuchst mehr und mehr davon in dich zu stopfen bis dir schwindlig wird. 
Es lässt mich fühlen, dich auch? Es reduziert mich, macht mich zäh. Dich auch?
Kannst du die Farben, die uns aus den Augen schimmern und die Gefühle, die uns aus den Mündern quellen auf den Lippen schmecken?
Du leckst an deinen Gedanken, wenn du für einen tiefen Atemzug lang die Augen schließt. Wie vieler deiner Geschichten versteckst du unter deiner alten Lederjacke? Wie viele deiner Reisen war sie dein Begleiter? 
Welche Geschichte treibt dich durch deine Gedanken? Würde sich deine Haut auch so rau anfühlen, wie die Patina des 66er Gin? Darf ich von deiner Schwermut kosten?
Berühr mich beim nächsten Augen schließen, damit ich deine Farben spüren kann. Küss mich, damit ich dein Flüstern höre. 
Würden wir, wenn du mich fickst, das Universum spüren? - Nur einmal gegenseitig unter die Haut fahren. 
Kennst du diese Welt, die das Abendlicht in deinen glänzenden, grauen Augen erweckt, wenn es sich darin bricht?
Jede dieser Zigaretten bringt dich deiner Reisen entlang der Westküste wieder nah, ich kann sie pulsieren hören. Sie rauschen in meinen Ohren, wenn du lächelst. Träumst dich zurück in die Polster des alten Wagens?
Wie mag es sein, wie der Rauch einmal durch deinen Körper zu jagen? Zu spüren, wie sich deine Venen vor Schwermut zusammenziehen. Die Gedanken schwer werden zwischen den getrockneten Blüten deiner Seele, deiner eigenen Welt am Grunde des Gins in deinem Glas. In deine Haut Melancholie eingeprägt. Verwittert und übermalt von rauen Flüssigkeiten. Wohin geht unsere Vergangenheit, wenn wir uns vereinen? 
Verflüchtigst dich zwischen meinen Gedanken wie der Rauch, der sich aus unseren Mündern quält. Zäh, wie graue Wolken am Nachthimmel treiben unsere Gedanken in der 50 Jahre alten Karosse durch die Straßen. Lass uns diesen ganzen Shit im Kofferraum verstauen und abhauen.
„Your voice is a weapon!“ - Bastille 


Du lieber Halbgott, du? Was machst du mit mir? Einfach, weil du existierst. Wieso fühlst du dich wie eine zweite Haut an du wunderschöne Illusion? Jagst mir durch die Haut in die Gedanken. Deine Vorstellung in mir. 
Ich blind, so gut sehnend, dennoch bist du all das, was ich bin und doch nichts weiter als ein Stück Gedankenfetzen. Verrat mir eins, wieso? Wieso bist du ich? 
Gefickter Mindfuck. Yes, this shit!
Verstehst du das, wenn man blind ist, nicht versteht, wie Menschen sich im rein Optischen aufbauen? Wie sie entstehen vor dem Inneren Auge? Ohne Illusionen ohne Fantasie nur mit der Wahrheit, die sie darstellen?
Er sprach von dir. So einfach. So wissend, wie du aussiehst und doch jedes Detail völlig falsch in meinem Kopf. Egal wie tief er ging. Hab dich niemals gesehen und hab doch das Gefühl dich zu kennen. So nah, zum Greifen nah. Doch nicht wirklich du sondern er, jemand den ich Halbgott nenne.
Und weißt du, er, dieser gotthafte Mensch, den er darstellt, er könnte meine nächste große Liebe sein. Kann mich dagegen nicht wehren. Er ist das, was ich bestrebe zu sein. Eine Kopie von mir und doch möchte ich ihn in meinen Venen spüren. Doch bis jetzt hab ich dich niemals erblickt. Du bist rein eine Vorstellung einer Erzählung von ihm.
Ich hab dich also erschaffen, möchtest du leben? Dann dürfen wir uns nie sehen, möchte ich das? Eine Liebe aufgeben für dich, ohne dich jemals kennenzulernen, du Übermensch? Antiheld meiner Welt, wenn du so willst. Du bist all das mit den besten Eigenschaften meiner Welt, ein Held, der darin untergeht. Verstehst du, dass du schwach bist, genauso wie du stark bist? Du bist mein Hauch, den ich ausatme. Mensch ohne Gesicht, Mensch mit dieser Macht, die ich dir zugestehe. Dein Aussehen unfehlbar, dein Charakter geboren aus Melancholie, deine Art betörend, meine Sinne betäubend.
Du merkst, du bleibst unterm Strich mein Übermensch. Fiktion durch und durch. Eklig zäh, unecht und meins.
Reich mir deine Hand, ich möchte dich meine Muse nennen. Meine verfickte, melancholische Muse. Komm schon, sei mein.
Wenn ich dich nur sehen könnte, pulsierst durch meine Nerven, mein Gehirn verdreht sich, nur um dich, Muse.
Gefühlt bist du 1000 Menschen in einem und bestehst doch nur aus mir. Gespeist durch all die gesichtslosen Gestalten um mich rum. 
Also was machen wir nun, wenn ich zu viel Gefühl für dich habe, aber die Realität ohne dich auskommt. Was mache ich mit dir, wenn ich merke, dass du niemals echt sein kannst?
Lass uns mal die Kopie gegen die Realität testen.
Ich will dich lieber gehen lassen und einen echten Menschen lieben, das verstehst du doch?
Möchte den Wahnsinn in mir gegen diesen Anker in einem echten Menschen tauschen und dich nur wecken, wenn ich allein bin und dich ertragen kann? Wartest du so lange mit deinem Whiskey und deiner verrauten Stimme auf mich? Bis ich mir deinen Gedanken wieder hinzugeben verlange?
Du reale Person, Mensch mit Bart, ruhig, rau, wie die See, voller Klänge und Momente und du Halbgott, Melancholist durch und durch, süchtig nach dem Rauch, den ich dir gab, in dem du deine Gefühle wahrnimmst, wie sie sich im Licht der Nacht brechen, verstärkt und betont auf deine innere Farben. Was dazwischen bleibt? Du bist in dem Zustand halb Mensch und halb Gott meine Inspiration, vereint in dir meine Wünsche, meine Erfahrungen und meine Gefühle. Geboren, um das erste Mal halbecht zu sein. 
Fuck Hypergod - hyperrealistisch 

- Cross my heart and hope to die, in the end is HIM & I

Ja, dass Ganze ist glorifiziert und mehr als, dass was es wirklich ist, aber ich bin eine Süchtige. Ich bin ein Mensch, der alles wahrnimmt, so viel intensiver als andere und um das zu topen muss ich aus mir und diesem Mann eine Geschichte machen - aus Fantasie und Wirklichkeit.






2 Kommentare :

  1. Die Fotos mit dem farbigen Rauch sind wirklich gut gemacht! Obwohl ich selbst mit dem Rauchen halt rein gar nichts anfangen kann. ;)

    http://www.blog.christinepolz.com

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    1. Der Rauch ist ein kreatives Mittel bedingt aus der Vorstellung meiner Muse, die ich von dieser habe. Er stellt auf den Fotos meine personifizierte Muse dar.
      Danke für deinen Kommentar.

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